Andachten

Psalm 84 (4)

Hat doch der Sperling ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hinlegen kann: deine Altäre, o Herr der Heerscharen, mein König und mein Gott! (Psalmen 84,4)

Die Sehnsucht des Psalmisten nach dem Tempel Gottes ist so groß, dass er sogar die Sperlinge und die Schwalben beneidet, die im Tempel wohnen. Die Vögel haben das Vorrecht, sich im Areal des Tempels frei bewegen zu können und hinzufliegen, wo auch immer sie hin wollen. Niemand hätte sie daran hindern können. Die Schwalben haben sogar ihre Nester an dem Dach des Tempels gebaut, sodass auch ihre Jungen dort leben konnten. Somit hatten diese Jungen den Tempel als Zuhause und als Ruhestätte, an dem sie zu jeder Zeit sein konnten. Was hätte der Psalmist nur dafür gegeben, genauso frei in dem Haus des Herrn sein zu dürfen, wie diese Vögel, in der Nähe seines Königs, seines Gottes.

Obwohl es dem Psalmisten gerade nicht möglich ist, in dem Haus des Herrn zu sein, bringt er durch seine Haltung seinem Gott dennoch Lobpreis. Er war sich seines Standes bewusst und er war sich bewusst, dass Gott weit über ihm steht und sein König ist. Auch wenn er nicht in der direkten Gegenwart des Herrn war, wusste er, dass Gott egal wo er sich befindet, sein König ist und dass er –wo auch immer er sich befindet– ihm zu gehorchen hat.

Lasst uns heute diese zwei Sachen in den Alltag zum Nachdenken mitnehmen:

Nutzt du dieses Vorrecht, –wie diese Schwalben– ständig in der Gegenwart Gottes sein zu können?Schätzt du es, dass du mit Freimütigkeit vor den Thron der Gnade erscheinen darfst?. (vgl. Hebräer 4,16) Der Psalmist hätte vermutlich alles dafür gegeben, dieses Vorrecht auch haben zu dürfen.

Bist du dir dessen bewusst, dass egal wo du dich befindest, sei es in der Arbeit, Schule, Zuhause etc., Gott dein König ist? Wenn Gott dein König und dein Vater ist, gibt es keinen Ort, keinen Moment, in dem du dich deiner Stellung als Kind Gottes entziehen und sagen kannst: “an diesem Ort, in diesem Moment, bin ich mein König”.