Andachten

2. Advent – Ein klangvoller Name

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.  (Jesaja 9,5)

Wenn man einem Kind einen Namen gibt, so ist dies oft ein wohlüberlegter Akt. Dies war sicher einst auch bei unserem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Josef Silvester Freiherr von und zu Guttenberg. der Fall. Auch wenn Goethe einst Faust sagen ließ „Ein Name ist Schall und Rauch“, so geht mit einem Name oft eine tiefe Verbundenheit einher.

So sah es auch Gott vor, welcher seinem Volk 700 Jahre vor der Ankunft seines Sohnes eine folgenschwere Prophezeiung gab, mit welcher sowohl Hoffnung aufkeimte als auch ein großartiges Versprechen einher ging.

Die vier Bestandteile des wohl wunderbarsten Namens Jesu erfüllen mit Freude und tiefem Dank! Welch großartiger Name uns doch aufgezeigt wird:

a) Wunderbarer Ratgeber
Ratgeber sind wichtig. Jesus wird hierbei als der wunderbare Ratgeber vorgestellt. Wunderbar deshalb, weil er einen anderen Blick als wir und die uns bekannten und geschätzten Ratgeber hat. Er gibt Antwort auf die entscheidenden Fragen im Leben: Wo finde ich Sicherheit? Wer gibt mir Halt? Was bringt die Zukunft? Auf wen ist Verlass? Welchen Ausweg gibt es? Wir brauchen einen Rat, welcher unsere eigenen Ratschläge und Ideen übertrifft. Hierbei wird uns ein persönliches Verhältnis angeboten. Dieser Ratgeber will helfen sein Wort zu verstehen. Sein Rat soll Trost und Ausweg bieten, welchen kein anderer uns geben kann.
Wer ist die Ratsquelle in deinem Leben? Wo holst du deine Lebenstipps her? Jesus braucht nicht ein Kabinett an Ratgebern, die ihn beraten! Er ist der übernatürliche Ratgeber schlechthin.

b) starker Gott
Jesus weiß nicht nur besten Rat, er hat sogar noch die Macht, das Beste und Richtige durchzusetzen! Jesus gehört nicht nur auf die Seite der Propheten oder der Apostel – er ist Gott selbst! Sein Name ist mit der Vorstellung Abrahams von Gott verwandt: Er ist der, der alles kann! Deswegen haben wir allen Grund uns nur an ihn zu wenden, ihn als absolute Autorität zu sehen und ihn dennoch nicht als fern und unerreichbar zu betrachten.

c) Vater der Ewigkeit
Jesus wird nun überraschend auch Vater genannt. Warum geschieht das hier? Es wird hierbei deutlich, dass der Messias ein väterlicher Herrscher sein wird, beschützend wie ein Vater, sorgend wie ein Vater, wie ein Vater da sein, wie ein Vater, stark und nah zugleich. Jesus enthüllt Gottes Wesen im Himmel: absolut, stark, vollkommen heilig – zugleich von Herzen liebend. Luther sagte: Gott ist ein Backofen voller Liebe! Der Ausdruck Vater der Ewigkeit bezieht sich auf sein Verhältnis zu uns Menschen. Er ist der Lebensspender, der uns Leben gibt, ja sogar das ewige Leben!

d) Fürst des Friedens
Jesus ist König, der uns den wahren Frieden bringt. Diejenigen, welche diesen Christus haben, werden bereits jetzt diesen Frieden in sich haben, frei vom Gehetzten, frei vom Zwang der Vergeltung, frei vom Drang zur Profilierung. Solch einen Frieden gibt der Herr bereits jetzt in das Herz der Seinigen.
Jesus wird uns der Fürst des Friedens, weil wir mit einer offenen Rechnung vor Gott stehen, mit Hartherzigkeit, Sündhaftigkeit, Schuld, Hass, Egoismus und allen unseren Facetten. Jesus sagt: Es ist bezahlt! Befriedet. Darum konnte ein Paulus auch schreiben: durch den Glauben haben wir Frieden mit Gott. (Römer 5,1)