Andachten

„Schatz, ich hab dir Blumen mitgebracht!“

Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern. (Hosea 6,6)

Grundsätzlich gilt doch folgendes: Wenn eine Frau aus dem Munde ihres Mannes hört: „Schatz, ich hab dir Blumen mitgebracht!“, dann schlägt ihr Herz schneller. Sie freut sich. Und doch ist die Tatsache, dass ein Ehemann seiner lieben Frau Blumen schenkt, kein Garant dafür, dass er seine Frau glücklich stellt.

Stellt euch folgende Situation vor: Der Ehemann denkt sich: „Nun, meine Frau mag Blumen. Mein Leben wäre sicher einfacher, wenn ich ihr regelmäßig welche mitbringen würde. Das wäre ein kluger Schachzug im Hinblick auf unsere Ehe und würde mich wahrscheinlich einiges an Ärger ersparen.“ Die Frau dieses Mannes wird früher oder später merken, dass der Mann diese Blumen nicht aus innigster Liebe zu ihr kauft und das wird bestimmt für mehr Ärger sorgen als sich der Mann erahnt hatte.

Ganz anders ist es doch, wenn der Ehemann sich denkt: „Ich weiß, dass meine Frau Blumen über alles liebt. Ich liebe sie noch viel mehr und möchte sie glücklich machen. Ich denke, ich werde sie heute mit Blumen beschenken.“

Nichts anderes will Gott von uns: Er will, dass wir aus Liebe und Dankbarkeit ein heiliges Leben führen und seine Gebote halten. Gottes Gebote zu halten und Ihn zu lieben ist quasi austauschbar (Joh 14,21-24). Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes (Röm 13,8-10). Gott will nicht einfach, dass wir nur seine Gebote so gut wie möglich halten. Er will, dass wir Ihn erkennen und dann aus Liebe Ihm „unsere Rosen darbringen“.

Fakt ist doch, dass wenn wir nur hören, was wir tun sollen ohne die gewaltige Rettungsbotschaft im Ohr, im Kopf und im Herzen zu haben und daher nicht Liebe sondern religiöses Pflichtbewusstsein uns antreibt, Gott zu dienen, enden wir im Götzendienst! Wenn nicht die Gnade Gottes uns beflügelt und unsere Werke nicht aus der tiefsten Gottesverehrung heraus entspringen, dann bringen wir nichts weiter als Schande und Schmutz zustande.

Deshalb, lassen wir uns doch von Paulus dazu ermahnen, angesichts der Barmherzigkeit Gottes unsere Leiber Gott darzubringen als ein Gott wohlgefälliges Opfer (Röm 12,1). „Schenken wir Ihm unsere Blumen“ aus dem Grund, weil wir Ihn lieben und uns nichts anderes wünschen, als dass er geehrt wird.