Andachten

Gottes Größe im Gebet

Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist -Apg. 4,24

Petrus und Johannes verkünden das Evangelium, dass Jesus aus den Toten auferstanden ist, was die Priester, die Sadduzäer und den Hauptmann des Tempels sehr empörten. Daraufhin werden beide in Gewahrsam genommen und in eine Gefängniszelle geworfen. Am nächsten morgen werden Petrus und Johannes vor den Hohen Rat zitiert. Ihnen wird verboten, weiterhin von Jesus zu sprechen. In dieser Zeit beginnt die Verfolgung der ersten Christen. Nach dem Verhör suchten sie ihre Geschwister im Glauben auf und erzählten ihnen, was vorgefallen war.

Was taten sie daraufhin? Sie beteten.

Sie diskutieren nicht und versuchen auch keine strategischen Überlegungen aufzustellen, wie sie jetzt mit diesem Verbot, von Jesus zu reden, umgehen sollen. Was taten sie? Sie „erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott“ (V.23). Sie hatten sicherlich Angst, schließlich war die Kreuzigung erst zwei Monate her. Es wäre verständlich gewesen, wenn sie sich sofort beraten hätten, wann sie Jerusalem schnellstmöglich verlassen könnten. Aber nein, sie beteten. Ihre Furcht trieb sie zu Gott. Gebet war hier die spontane Antwort auf eine sehr schwere Krise. Darin waren sich die Gläubigen einig und beteten daher „einmütig“.
Schauen wir uns den ersten Teil des Gebets der Gläubigen näher an und ich bin überzeugt, dass wir daraus etwas für unser eigenes Gebetsleben lernen dürfen:

Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist -Apg. 4,24

An sich könnte man meinen, dass die Gläubigen damit beginnen, Gott aus Furcht zuerst um Bewahrung vor den Feinden zu bitten. Aber nein, das ist nicht das erste, dass sie tun. Sie schauen nicht die Macht und Stärke ihrer Feinde an, sondern auf Gottes Stärke, auf den Gott der Schöpfung, auf den Gott, der den Himmel, die Erde und das Meer gemacht hat und alles was darinnen ist. Sie legten ihre Sorgen und ihre Angst nieder, indem sie sich daran erinnerten, zu wem sie sprachen. Ich möchte dich fragen: Wie sieht dein Gebet aus? Bringst du sogleich deine Anliegen vor, bevor du dir bewusst machst, zu wem du da eigentlich sprichst? Konzentrierst du dich auf dein Problem, anstatt auf Gott, bei dem allein Hilfe zu finden ist? Ich möchte dich ermutigen, dich auf Gott zu fokussieren, nicht auf deine Sorgen. Du wirst feststellen, dass er viel größer ist, als deine Probleme und Nöte. Denn Gott ist der Stärkste und der Allmächtige. Unser Feind wird uns in einem ganz andere Licht erscheinen, wenn wir uns auf die Größe Gottes besinnen!

„Unsere Gebete sind nur angenehm für Gott, wenn wir uns auf seine Verheißungen und auf seine Macht besinnen. Dann beten wir mit bestimmter Hoffnung, das zu erhalten, worum wir bitten. Wir haben keine wahre Zuversicht und Vertrauen, es sei denn, dass wir glauben, dass Gott helfen kann und helfen will.“ – Johannes Calvin

Diese Andacht wurde von Tabea (*1998) verfasst.