Andachten

Gesundes Gemeindewachstum – Verkündigung (1/4)

Die nun zerstreut waren durch die Bedrängnis, die wegen Stephanus entstanden war, zogen hindurch bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten zu niemand das Wort als allein zu Juden. Es waren aber unter ihnen einige Männer von Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten, indem sie das Evangelium von dem Herrn Jesus verkündigten. Und des Herrn Hand war mit ihnen, und eine große Zahl, die gläubig wurde, bekehrte sich zum Herrn. (Apg 11,19-21)

Unsere christlichen Buchhandlungen sind voll von Büchern, welche optimale Schritte für „geistliches Gelingen“ propagieren. Abgesehen vom stetigen Drang nach mehr persönlichem Glück, mehr Erfolg und mehr Wohlstand, geht es oftmals auch um die Vergrößerung von christlichen Projekten und Ideen.
Wie man auch zu solchen „Ratgebern“ stehen mag, der Mensch giert nach Vorankommen und teilweise ist dies auch von Gott in uns hinein gelegt worden.

Gott selbst hatte ureigens großes Interesse daran, die Gemeinde als seine Institution auf Erden zu gründen und sie wachsen zu lassen. Hierfür benötigt Gott Werkzeuge, welche Er selbst auch durch seinen guten Heiligen Geist zurichtet.

In der folgenden Kurzserie möchten wir aus Gottes Wort abgeleitet betrachten, wie gesundes Gemeindewachstum in der Apostelgeschichte erfolgte. Wir werden sehen und ziemlich schnell ernüchternd feststellen, dass es sich um simple Schritte, die jedoch in Treue gegangen werden müssen, handelt. Wir werden sehen, dass es keiner mechanischen Kunstgriffe und keiner ausgeklügelte „7-Schritte-Methode zum Erfolg“ bedarf.

1. Gemeinde wächst durch Verkündigung
Wie wirkte Gott denn? Durch einfache Menschen, durch unbekannte Christen, durch Zerstreute, die das Evangelium weiter gaben! Vers 19 zeigt auf, dass für jüdische Bevölkerung verkündigt wurde, Vers 20 besagt, dass auch durch Hinzufügung der Heiden nun multikulturelle Gemeinde in Antiochia entsteht, agierend aus unterschiedlichen Traditionen, jedoch vereint durch Christus.

Alexander d.erGroße gründete Antiochia 300 v. Chr. Er benannte die Stadt nach seinem Vater , den Hafen benannte er nach nach sich selbst. Der Beiname „Die Schöne“ entstand aufgrund Architektur.
Der Geschichtsschreiber Josephus schrieb hierzu: Antiochia ist die 3. Stadt im Reich, nach Rom und Alexandria, die den Titel Weltstadt verdiente. Sie galt Hauptstadt der römischen Provinz Syriens! Ca. 500.000 Einwohner lebten hier, kosmopolitisch zusammen gefügt, bestehend Judenkolonie, Parsen und Inder. Es herrschte eine Gleichberechtigung der Kulturen, sodass viele Asiaten und Fremde gerne hier lebten. Die Römer und Griechen nannten Antiochien nicht umsonst als „Königin des Ostens“.
Was macht Gott? Er baut Seine Gemeinde mitten in der Öffentlichkeit, auf der Weltbühne der Menschheit! Die Gemeinde hat sich nicht versteckt, sie ging in die Öffentlichkeit, im Sturm des Säkularismus, wo alles Gültigkeit hat.

Doch warum wuchs die Gemeinde? Vers 21 zeigt es uns: Die Hand des Herrn war darüber! Gott gibt, Gott schenkt! Wachstum ist nicht planbar, nicht organisierbar. Keine menschlichen Pläne waren notwendig, da Gottes Maßstäbe zur Darstellung seiner macht gelten.
Wir sehen also: Wachstum entsteht durch evangelisieren, durch weitergeben unserseits – wo über allem Gott Seine wirkende Hand hält und das Generieren des Wachstums schenkt.