Andachten

Gesundes Gemeindewachstum – Ermutigung (2/4)

Es kam aber die Rede von ihnen zu den Ohren der Gemeinde n Jerusalem, und sie sandten Barnabas aus, dass er hindurchzöge bis nach Antiochia; der freute sich, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, und ermahnte alle, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren. Denn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens. Und eine zahlreiche Menge wurde dem Herrn hinzugetan. (Apg 11,22-24)

Im letzten Beitrag lasen wir, wie das Wachstum der Gemeinde in Antiochien vonstatten ging. Grundlegend hierfür war die Verkündigung des Evangeliums durch einfache Menschen, die diese Verantwortung kannten.

Doch Wachstum ist nicht nur eine voluminöse Angelegenheit, Wachstum ist auch eine Sache zueinander und zum Herrn selbst hin!
Ermutigung (oder auch Ermahnung) sind für Wachstum elementar. Doch wie ermutigen wir? Indem wir z.B. einander zuhören, uns für einander interessieren, mitfühlen und mitleiden. Wie wäre es mal mit einem Besuch bei in Vergessenheit geratenen Menschen? Oder wie wäre es mal Mitgefühl zu zeigen, wo Unrecht geschieht? Oft interessiert es uns einfach nicht! Ermutigen bedeutet, sich für jemanden empören, Leid zum Ausdruck bringen. Keine Floskeln, „das wird schon“, sondern Blick auf Jesus richten: Du bist nicht allein, der Herr trägt dich.

Genau das gibt der Schlüssel in Vers 23 her: Die Gemeinde wurde ermutigt, mit ganzem Herzen am Hern zu bleiben!

Ermutigung hat keinen Selbstzweck, sondern stets das Ziel: Wie können wir jemandem Christus groß machen in der jeweiligen Situation? Wie können wir noch fester an Christus binden und ihn schön darstellen?
Der Ausleger Tim Barkley sagte über Barnabas: The Man with the biggest heart in the church. Mögen wir auch so ein großes weites Herz wie Barnabas haben!

Eine weitere Besonderheit sehen wir, welche ermutigend für die Gemeinde Antiochiens was. Auf den ersten Blick sticht dieser Fakt nicht unbedingt hervor, doch drückt er was besonders relevantes aus: Und der Herr tat hinzu!
Wie wunderbar! Welche Ermutigung! Der Herr tat hinzu, niemand anders.
Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Apostelgeschichte:

Apg 2,39: Der Herr rief herzu
Apg 2,47: Der Herr fügte täglich hinzu
Apg 13,48: Es glaubten, die zum ewigen Leben bestimmt waren
Apg 18,10: Gott hat ein großes Volk in der Stadt (Korinth)
Apg 28,28: Gott sorgt, dass Heiden hören werden
Gott ist stets der Handelnde. Er wirkt – und will uns dennoch gebrauchen!
Dies ermutigt und zieht allen pragmatischen und intensiv künstlich betriebenen Methoden den Zahn.

Das zweite Merkmal des Textes ist, dass Wachstum dort geschieht -sowohl zueinander als auch zum Herrn hin- wo ermutigt wird.