Andachten

„Die Weisheit mit Löffeln essen“

Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben (Hiob 5,13): »Die Weisen fängt er in ihrer List«, und wiederum (Psalm 94,11): »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« – 1.Korinther 3,18-20

Diese Redensart «Die Weisheit mit Löffeln gegessen haben» trägt die Bedeutung, dass man nur «klug tut» aber in Wirklichkeit töricht ist. Deshalb trifft diese Redensart den Kern dieser Verse im 1. Korintherbrief.

Heutzutage scheint diese vermeintliche Weisheit, v.a. in der westlichen Hemisphäre, gross geschrieben zu werden. Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt – mehr denn je zuvor. Gerade das «Kollektivwissen» des Internets, welches an jedem Ort und zu jeder Zeit abgerufen werden kann, ist angeblich im Elfenbeinturm sitzend.

Die Informationsexplosion und die exponentiell wachsende Zahl der Wissenschaftler, welche «Wissen» schaffen, ist verblüffend und gleichermassen erschreckend. Wo führt das hin?

Als gottesfürchtiger Mensch darf man diese Entwicklung mit nüchternem Blick betrachten. Denn die Weisheit, wonach die pagane Welt strebt, ist Torheit bei Gott. Sie fühlt sich sicher und geborgen in ihrer Wissensanhäufung und erkennt nicht, dass sie der List auf den Leim gegangen ist. Denn der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.

So lasst uns nun nach wahrer Weisheit streben. Die Furcht des Herrn ist Unterweisung zur (wahren) Weisheit (Sprüche 15,33).