Andachten

Gesundes Gemeindewachstum – Lehre (3/4)

Er zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen; und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden. (Apg 11,25-26)

Was für interessante Worte! Barnabas wird als Aushängeschild der Jerusalemer Gemeinde nach Antiochien geschickt – und was macht er? Er holt sich Paulus! Er ruht ich nicht drauf aus, dass er gefragt und geschätzt ist, nein, er holt sich den Besten!
Warum? Er weiß, wie wichtig gute Unterweisung, gute Lehre und Auslegung ist!
Was zeigt uns Barnabas? Lasst uns Hilfe zum belehren in Anspruch nehmen! Wenn du nicht weiter weißt – dann frag! Kein falscher Stolz, keine Eitelkeit, nimm in Anspruch denjenigen, der weiter ist, der fähiger ist, der helfen kann. Barnabas nimmt den Besten!

Hast du auch den Anspruch so anderen zu helfen? Schusterst du dir Antworten zurecht oder getraust du dich auch andere ins Boot zu nehmen und zu verifizieren, wie du liegst?

Barnabas bedient sich bei Paulus, weil er weiß, wie Gott ihn ausgestattet, begabt und gesegnet hat!
Doch: Was bedeutet es zu lehren? Die Antwort ist so einfach, wie auch wichtig:
Gott besser kennen lernen! Sich selbst besser erkennen, lehren bedeutet auch: Die Vorgänge in der Welt anhand der Bibel zu bewerten, anhand des Wortes Gottes Antworten herzuleiten, zu ethischen oder auch politischen Fragen Antworten geben zu können.

– Wie sieht Gottes Sicht des Menschen und der Sünde aus?
– Wie relevant ist für uns der Klimawandel?
– Wie steht Gott zu praktizierter Homosexualität?
– Was sagt die Bibel zu Abtreibung?
– Was sieht Gottes Konzept fürs Zusammenleben in Beruf, Familie, Ehe, Gemeinde vor?

→ lehren bedeutet: zusammenhängende Weltanschauung an seinem Wort messen – und über dies den Ratschluss Gottes zu entfalten!

Wenn Gemeinden oder Christen im Glauben gewachsen sind, dann ging das immer über saubere Belehrung!
Das Ergebnis ist gleichermaßen auch beeindruckend: In Antiochien nannte man die Gläubigen erstmalig „Christen“. Ursprünglich ein Spottnahme, ähnlich des Aufdrucks „Made in Germany“, doch später würde es eine Marke, eine Auszeichnung! Christ sein heißt: Des Christus zu sein, seinem Vorbild zu folgen und seinen Willen zu suchen.

Um dies zu ergründen führt kein Weg an gradliniger Belehrung vorbei!
Strebst du diese an?