Andachten

Gesundes Gemeindewachstum – Fürsorge (4/4)

In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein. Sie beschlossen aber, dass, je nachdem wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas senden sollte; das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.
(Apg 11,27-30)

Als letzte Merkmal eines gesunden Gemeinewachstums in Apg 11 finden wir die Fürsorge. Man bedenke, dass es zur damaligen Zeit kein solch ausgefeiltes Gesundheits- und Versorgungssystem gab wie heute.

Kaiser Claudius regierte zur jener Zeit, welche durch zahlreiche  Hungerkatastrophen, schlechte Ernten und Mangelernährung ca. 46-48 n. Chr. gekennzeichnet war.

Hierbei zeigte sich geistliches Wachstum  in der Aufopferungsbereitschaft. Niemand fragte was könnten wir tun? Was sollen wir machen? Von Anfang an hat sich die Gemeinde Gottes durch soziale und diakonische Taten ausgezeichnet.
Im Gegensatz dazu gaben die deutschen Kommunisten 1875 in Gotha eine sozialistische Initiative zum Wachstum heraus. Karl Marx ging diese jedoch nicht weit genug. Er forderte von jedem „nach seinen Möglichkeiten für jeden nach seiner Bedürftigkeit“
Man könnte glatt meinen: Marx kopierte aus der Bibel!
Aber dabei drängt sich eine Frage auf: Warum klappte es mit dem kommunistischen Gedanken der Versorgung und des Teielns nicht? Warum gab es Mord, Krieg und Totschlag – bei Christen funktionierte es jedoch?
Karl Marx lehrte, dass Mensch es aus eigener Kraft tun muss, seinen  Individualismus bekämpfen und überwinden muss, dann würde es funktionieren. Doch genau das tat es nie.
Ganz anders bei Christen. Sie bekamen eine neue Gesinnung, ein reines freies Gewissen, sie waren von Christus ermächtigt, selbstlos zu lieben und zu leben.

Wir erkennen also: Die Bereitschaft zur Fürsorge ist eine Frucht aus Gottes Gnade – nicht aus menschlicher Aktivität
Antiochien zeigt uns aber auch, dass wir einen Blick für unsere Geschwister brauchen! Nicht primär in materiellen Angelegenheiten, sondern auch im geistlichen Bereich. Was braucht mein Mitbruder / Mitschwester? Besuch? Ein tröstendes Wort? Korrektur? Ermahnung? Deine Zeit?
Möge uns das Gemeindewachstum Antiochiens inspirieren, diese einfachen, von Gott uns hinterlassenen vorbildlichen Taten uns zu eigen machen.