Andachten

Der Grund der Errettung (1. Tim 1,16-17)

Aber darum ist mir Barmherzigkeit zuteil geworden, damit an mir, dem ersten, Jesus Christus die ganze Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die an ihn glauben werden zum ewigen Leben. Dem König der Zeitalter aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (1. Tim 1,16-17)

Warum werden Häuser gebaut? Damit Menschen drin wohnen können.
Warum wird Getreide gepflanzt? Damit Menschen essen können.
Warum tun wir Dinge? Damit Menschen -und auch wir- einen Nutzen generieren.
Warum rettet Gott? Damit wir Nutzen generieren? Damit wir Menschen „was davon haben?“
Paulus gibt dem jungen Timotheus die Antwort darauf:
Gott rettet Menschen – damit seine Herrlichkeit auf den Leuchter gestellt wird!

Paulus räumt hier mit einem alten (und neuen!) Irrdenken auf, welches besagt, dass Menschen von Christus errettet werden, damit sie ewig leben können und es ihnen für immer gut ergehe.
Sicherlich, das sind Begleiterscheinungen unserer Errettung, für die wir ewiglich zu anbeten haben.

Wie oft dreht sich die gegenwärtige Evangelisation um das Wohl des Menschen, um ein Werben für Halt und Sicherheit, für eine Zukunft, die besser ist als die jetzige.
Sowas nennt man menschenzentrierte Evangelisation.

Paulus Blickwinkel ist jedoch ganz anders! Er sieht den Rettungsaspekt allein gottzentriert. Weil Gott ewig, herrlich und heilig ist, rettet er zu seiner eigenen Verherrlichung, damit die ganze Welt seine Gnade und Geduld bestaunen kann.

Ähnlich beschreibt es Paulus auch im Brief an die Epheser. Hier spricht er vom Geheimnis der Gemeinde als Anschauungsmaterial für die unsichtbare Welt, die darin Gottes Weisheit bestaunen soll! (Eph 3,10-12)

Mögen auch wir uns sowohl intrinsisch aber auch zu anderen hin paulusgemäß -und somit auch gottgemäß- neu ausrichten lassen und begreifen: Die Rettung hat primär den Aspekt, dass Jesu Gnade und Herrlichkeit an uns statuiert wird – und wir dann erst Nutznießer dieser wunderbaren Gande sein dürfen!