Andachten

Der gute Kampf (1. Tim 1,18-19)

Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus, gemäß den vorher über dich ergangenen Weissagungen, damit du durch diese den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so, was den Glauben betrifft, Schiffbruch erlitten haben. (1. Tim 1,18-19)

Klingt das nicht wie ein Widerspruch in sich? Kann denn an einem Kampf etwas gut befunden werden? Paulus sagt ja! Nicht das Kämpfen an sich soll gut durchgeführt werden, sondern der Kampf an sich, in welchem die Gläubigen stehen, soll ein guter, edler, exzellenter oder gradliniger Kampf sein. Das entsprechende Wort kalos drückt ein „gut sein im Wesen“ hier aus.

Wie kann ein solch guter Kampf denn aussehen?

Zum einen geht es darum sich bewusst zu sein, dass Krieg herrscht. Gott steht im Kampf mit Satan. Hiob 2 führt uns hierbei ein wenig hinter die Kulissen ein, wo wir eine verbale Schlacht sehen können. Ebenso geschieht der Kampf auch zwischen den Engeln, quasi auf der zweiten Ebene. Judas 9 führt hier den Kampf zwischen dem Engel Michael und Satan an.
Aber auch in der für uns visuell ersichtlichen Welt herrscht Krieg. Der Gläubige ist stets den weltlichen Methoden und Überlegungen ausgesetzt, die keineswegs mit göttlichen und geistlich weisen Handlungen übereinstimmen.

Um in diesem Kampf zu bestehen,  unterstreicht Paulus die Notwenigkeit fest im Glauben zu stehen und sein Gewissen zu pflegen.
Unser Glaube kann stark in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn wir aus undurchsichtigen Quellen schlürfen. Dies können scheinbar weise Verkündigen sein, oder bibelkritische Literatur. Ebenso können liberale Einflüsse unseren Glauben beeinträchtigen und ins Wanken bringen.
Ein gutes Gewissen kann auch abtrainiert werden, indem für unsere Sünden angebliche Erklärungen gestrickt werden oder gar Sünde als solche nicht mehr deklariert wird. Dies entlastet unser Gewissen – und führt gleichzeitig dazu, unbrauchbar und schlecht im Kampf gegen Satans finstere Mächte gewappnet zu sein.

In der kommenden Andacht sehen wir, wie gestandene Männer im Kampf versagt haben, gerade weil sie weder fest im Glauben standen, noch ihr Gewissen pflegten.

Mögen wir doch heute alles dran setzen, um durch Gottes Geist im Glauben wankellos zu stehen und unser Gewissen am sauberen Worte Gottes justieren.