Andachten

Und es gibt sie doch…

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.
Johannes 12,46-48

Wahrheit ist nicht relativ. Ich weiß, dass das eine nicht sehr populäre Ansicht heutzutage ist, doch die Bibel lässt keinen Zweifel darüber aufkommen. In unserem heutigen Text macht Jesus einige sehr bemerkenswerte Aussagen über sein Wort, das wahr, unabhängig und für immer gültig ist.

Jesus beginnt den Abschnitt mit der wenig schmeichelhaften Wahrheit, dass alle Menschen ohne ihn und vor seinem Kommen in der Finsternis waren. Er kam vom Himmel herab, damit dies nicht so bleiben muss. Jeder, der Jesu Worte hört und sie gehorsam glaubt und annimmt, bleibt nicht in der Finsternis und wird am letzten Tag nicht gerichtet. So weit, so schön. Doch was ist mit demjenigen, der nicht an Jesu Worte glaubt?

Heute hört man so oft: „Das ist deine Wahrheit“ oder „mein Glaube ist da ein bisschen anders“, „mein Gott ist nicht so“ und „schön, dass du das Richtige für dich gefunden hast“. Jeder dieser Sätze ist leider völliger Blödsinn. Wahrheit ist unabhängig davon wahr, ob sie akzeptiert und geglaubt wird oder nicht.

Jesus macht eines völlig klar: Das Wort, dass er zu uns geredet hat, in seinem Wort, der Bibel – dieses Wort wird einmal denjenigen richten, der es nicht angenommen hat. Dies gilt unabhängig davon, ob derjenige glaubte das Jesu Worte Wahrheit sind und dagegen rebellierte oder ob er meinte, dies sei nur etwas für andere und jeder habe seine eigene Wahrheit. Ich finde es sehr erschreckend, wie weit wir in Europa mittlerweile von der biblischen Wahrheit abgewichen sind. Ob es nun um die allgegenwärtig diskutierten „gemeinsamen Schulden“ geht, vor denen z.B. die Sprüche eindrücklich und häufig warnen, die Haltung zu Abtreibung, Homosexualität, Gender-Ideologie, Kindererziehung und die Rolle von Mann und Frau, sind nur einige Beispiele hierfür.

Niemals in der Geschichte konnte ein Volk sich derart dreist gegen Gottes offenbarten Willen stellen, ohne irgendwann die schrecklichen Konsequenzen dieser Rebellion zu tragen – früher oder später. Warum ist das so? Warum entkommt kein Volk den Konsequenzen? Weil Jesu Wort wahr ist. Und weil er als Gott und Richter der Welt die Macht hat, am Ende seine Wahrheit durchzusetzen. Am letzten Tag wird abgerechnet. Es gibt sie also doch, die gültige und verbindliche Wahrheit, die für alle Menschen gleichermaßen gilt.

Wohl dem, der diese Wahrheit schon in diesem Leben aufnimmt. Sie wird ihm ein kostbarer Schatz, der ihn durchs Leben trägt und am Ende eine wunderbaren Ewigkeit für ihn bereit hält. Eine Ewigkeit, auf die er jetzt schon hoffen kann, weil er die Wahrheit kennt.