Andachten

Gottes Lösegeld (1. Tim 2,5-6)

Denn Gott ist einer, und Mittler ist einer zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle, wovon das Zeugnis seiner Zeit verkündigt werden sollte. (1. Tim 2,5-6)

Jeder, der schon einmal einen Krimi gesehen hat oder mit spannenden Thrillern vertraut ist weiß, was häufig zur Befreiung von Geiseln oder Terroristen verwendet wird: Lösegeld.

Lösegeld ist erstmal Geld. Es kann prinzipiell für jeden Gefangenen und jede Geisel gezahlt werden, jedoch wird in der Praxis das Lösegeld gezielt vom Zahlenden übergeben. Erst wenn Lösegeld gelöst hat, verdient es auch die angemessene Bezeichnung Lösegeld.

Wie ist das Lösegeld in diesen Versen zu verstehen?
Nun, Paulus will selbiges hier ausdrücken.
Dies bedeutet: Das Lösegeld ist Jesu Blut, sein Leben, sein Sterben, sein Hingeben für diejenigen, die ihm Gott, der Vater, gegeben hat. Mit dem Zweck alle ist hiermit die Gruppe der Auserwählten gemeint, welche für sich dieses Opfer in Anspruch nahmen. Keineswegs handelt es sich hierbei um ein kategorisches allumfassendes und allaussöhnendes alle! Ja, es hätte für alle gereicht und würde es auch tun! Doch diejenigen, welche es aus Gottes ewigem Ratschluss her zu erlösen gilt, werden wirksame Empfänger der Erlösung durch Jesu Blut.

Das Sühneopfer Christi reicht also uneingeschränkt (keine Gruppe von Menschen, Nationen, Geschlechtern und Generationen ) ist ausgenommen, jedoch ist es in seiner Anwendbarkeit beschränkt.

Das Evangelium darf schrankenlos verkündigt werden! (Mk 16,15). Das Wasser des Lebens gibt es umsonst und die göttliche Barmherzigkeit wird allen angeboten (Offb 22,17) und Christus ist der Erlöser, der alle annehmen dürfen und sollen (1 Joh 4,14).

Das ist unsere Aufgabe und Priorität, der wir treu nachzukommen haben.
Wen schlussendlich Gottes Lösegeld, dass er übrigens an sich zahlen ließ und nicht an den Teufel wie viele meinen, freimacht, ist die Sache des Herrn.