Andachten

Die Familie Gottes

Von allem Anfang an hat er uns dazu bestimmt, durch Jesus Christus seine Söhne und Töchter zu werden. (Epheser 1,5)

Als Christen würden wir wohl niemals in Frage stellen, dass alle Menschen Gottes Geschöpfe sind. Jeder ist von Gott geschaffen und lebt in einer Welt, die ebenfalls von Gott geschaffen ist. Wenn es um die Kinder Gottes geht, sieht das jedoch etwas anders aus. Nicht jeder, der auf dieser Welt lebt ist tatsächlich ein Kind Gottes. In Joh 1,12 steht, dass nur jene Gottes Kinder sind, die Christus aufnehmen und ihm Vertrauen schenken.

Die Bibel zeigt uns, dass es nichts Besseres gibt als Christus aufzunehmen und ihm zu vertrauen. Es gibt nichts Besseres als Gottes Kind zu sein. Den ein oder anderen mag dieses Bild von einer Vater-Kind-Beziehung eher abschrecken. Vielleicht hattest du kein gutes Verhältnis zu deinen Eltern. Die Bibel vermittelt solch ein Bild nicht. Gott ist seinen Kindern liebend, gnädig und wohltuend gesinnt. Vielleicht ist dein Bild von Familie aber auch sehr positiv geprägt. Dann kannst du dir sicher sein: Das, was du derzeit erlebst ist lediglich ein Vorgeschmack auf die himmlische Familie, die wir einmal in vollen Zügen genießen dürfen.

Noch sind wir jedoch hier auf der Erde. Einerseits sind wir durch Christus bereits eine perfekte Familie, doch andererseits lässt sich in den heutigen Gemeinden oft eine ganz andere Realität vorfinden. Doch zu welchem Verhalten werden wir eigentlich aufgefordert, wenn wir Kinder Gottes heißen?

Oft müssen wir gar nicht erst einen Blick aus unserer Gemeinde hinauswerfen, um zu sehen, dass wir ganz verschiedene Menschen in der Gemeinde haben. Seien es Unterschiede in der Nationalität, dem Beruf, dem sozialen Stand, dem Intellekt, uvm. Wir finden in Gemeinden die unterschiedlichsten Menschen. Und oft hängt es von diesen Unterschieden ab, ob wir eine Person mögen oder nicht. Doch das ist falsch. Denn es sind die falschen Kriterien, nach denen wir entscheiden, ob uns jemand passt oder nicht. Das entscheidende Kriterium ist eins, das man als Christ mit jedem anderen Christen teilt: Jesus Christus. Er ist unsere neue Identität und wohnt in uns. Unsere Liebe zu anderen Christen ist also getrieben von Christus, der uns verbindet. Das bedeutet nicht, dass man mit jedem eine Freundschaft pflegen und tiefe Gespräche führen muss. Doch es sollte eine Liebe da sein, die von einem Christen für einen Christen, von Christus für Christus ist.

(Bilder der Gemeinde 7/8)