Andachten

Das einzig passende tun

So spricht der Herr: »Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und über seine Einwohner, nämlich alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat, weil sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert haben, um mich herauszufordern mit allen Werken ihrer Hände; deshalb wird mein Zorn gegen diesen Ort entbrennen und nicht ausgelöscht werden!« (2. Kö 22,16-17)

Diese unwiderrufliche Gerichtsandrohung bekommt Josia, ein genialer König von Juda. Seine Vorfahren haben unaussprechliche Gräueltaten verübt, sodass Gott sich das nicht länger anschauen konnte. Er musste das Volk richten. Da gab es jetzt keinen Weg daran vorbei.

Ich kann mir vorstellen, dass ich mich an Stelle von Josia zurückgezogen und einfach abgewartet hätte. Bringt ja alles eh nichts, es kann nichts mehr abgewendet werden, egal was ich mache.

Aber Josia tut etwas Unglaubliches. Er macht zunächst einen Bund mit dem Volk vor Gott und unternimmt die größte Götzenvernichtungsaktion der jüdischen Geschichte (2. Kö 23). Wieso tut er das? Was hat es für einen Sinn, wenn Gott trotzdem weiterhin seinen Zorn gegen das Volk richtet und sich nicht noch einmal erweichen lässt, sein Gericht abzuwenden?

Er tut das einfach, weil es so passend ist. Es ist wunderbar angemessen Götzen aus dem Volk auszurotten und Gott entsprechend anzubeten. Gott zu ehren ist einfach richtig. Es ist logisch. Was sonst soll Josia tun? Er kennt seinen Gott. Er hatte ihn über mehrere Jahre gesucht. Er weiß, was für eine unbegreifliche Majestät dieser Gott ist. Er muss ihn einfach anbeten.

Das ist eine Haltung, die man unter 1000 vielleicht einmal antrifft, wahrscheinlich aber weniger. Menschen, die Gott einfach ehren, weil er es wert ist, sind rar. Es ist eine so edle Haltung. Es ist die einzig wahre Haltung. Es ist das einzig passende, das wir tun können in deinem und in meinem Leben.