Andachten

Das Gebet für die Verlorenen (1. Tim 2,8)

Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung. (1. Tim 2,8)

Gib mir Schottland oder ich sterbe! (John Knox)
Oh Herr, schenke mir Seelen oder nimm die meine! (George Whitefiled)
Ich kann es nicht ertragen, leben zu müssen, wenn Jesus so verunehrt wird! (Henry Martin)
Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! (Stephanus, 1. Märtyrer der Kirche Jesu)

Was verbindet all diese Gottesmänner?
Sie haben ein brennendes Herz für die Verlorenen! Ihr Gebet richtet sich flehend an Gott, den alleinigen Retter, welchem sie die Seelen der Sünder anvertrauen.

Paulus, welcher seinen Abschnitt widerum beendet, rundet den Gedanken mit dem inbrünstigen Gebet für verlorene Menschen ab! Mit dem Wörtchen „nun“ beginnt Paulus zwar einen neuen Gedanken, jedoch reiht sich dieser in den vorherigen Kontext nahtlos ein, sodass ein kausaler Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen ist.
Er, der er selbst viel Schmach zum jetzigen Zeitpunkt bereits erduldete und bereits als Gefangener Jesu (Eph 3,1) miserabel behandelt wurde, hat immer noch ein Herz für diejenigen, die ihm Leid zufügten.

Paulus gibt aber noch einen Hinweis, wie gebetet werden soll: Mit erhobenen, heiligen Händen.
Hier lässt sich keineswegs eine formelle Handlung ableiten, viel mehr jedoch eine hingegebene Haltung, getragen von einem gereinigten Gewissen.

Möge es so auch um uns bestellt sein! Mit Gottes erlebter Vergebung im Bewusstsein und mit einer dem Herrn ausgelieferten und anbefohlenen Haltung, Ihm, dem einzig wahren Erlöser, die Seelen derjenigen anvertrauen, die auf dem Weg der ewigen Verdammnis zusteuern.
Ganz gleich was sie uns bereits angetan haben: Ein Paulus fand stets Raum in seinem Herzen dennoch für solche einzustehen!
Wie beschämend das doch ist. Aber wir haben einen großen Gott, der uns dahingehend verändern will!