Andachten

Das Zeugnis einer christlichen Frau (2) (1. Tim 2,11-12)

Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein […] (1. Tim 2,11-12)

Nicht selten hat dieser Abschnitt in der Kirchengeschichte für Kontroversen und in der heutigen Zeit des vermeindlichen Aufgklärtsein für Zündstoff gesorgt.
Aber warum eigentlich? Weil das Herz des Menschen (sowohl von Mann und Frau) sich nicht mit dem allgemein gültigen Wort Gottes begnügen lässt!

Auch wenn Frauen historisch nicht für ihre Leitungs- und Lehrtätigkeiten bekannt waren, so spricht weder dieser Text noch Gottes Wort von einer Geringwertigkeit der Frau!
Im Gegenteil: Jüdische Rabbiner verweigerten sich selbst Frauen zu belehren! Sie erachteten dies als „Perlen vor die Säue zu werfen.“ Paulus räumt mit dieser Unart im Grunde genommen auf!
Somit halten wir fest: Die fehlende Gleichartigkeit tangiert keineswegs die Gleichwertigkeit!

Überhaupt finden wir eine Wertschätzung der Frau, die durchgängig in der Bibel bestätigt ist!
– Die erste Person, der sich Jesus als Messias offenbarte, war eine Frau (Joh 4,25-26).
– Jesus heilte Frauen (Mk 5,25-34)
– Im Gegensatz zu der vorherrschenden Praxis der Rabbiner belehrte er die Frauen (Lk
10,38-42).
– Frauen dienten Jesus und den Jüngern (Lk 8,2-3).
– Nach seiner Auferstehung erschien Jesus zuerst einer Frau (Mk 16,9).

Somit wäre der Aspekt der angeblichen Geringschätzung aus dem Weg geräumt. Doch was verlangt der Text genau? Die Frau sollen ihre Unterordnung zum Ausdruck bringen, indem sie nicht die Autorität eines Ältesten oder Lehrers an sich reißt.
Nicht, weil die Frau auf irgendeine Art weniger wert wären als der Mann, sondern weil Gottes Gebot es so verlangt (1 Kor 14,34) und damit Gottes Plan für das schwächere Gefäß
umgesetzt wird.
Diejenigen, die darauf bestehen, dass sich Unterordnung und Gleichwertigkeit
ausschließen sollten sich die Beziehung des Sohnes Gottes zu seinem Vater anschauen! Während Jesus auf Erden wirkte, hat er stets eine untergeordnete
Rolle eingenommen und war dennoch keineswegs unterlegen.

Pauls maßt sich jedoch nicht an, grundsätzlich jegliche Lehrtätigkeit von Frauen zu unterbinden. Priscilla und Aquila belehrten und unterwiesen gemeinsam Apollos (Apg 18,26),. Dies geschah jedoch im persönlichen Gespräch und nicht im Kontext der Gemeindestunden.

Abschließend sei uns gesagt:
Frauen müssen endlich aufhören, der Lüge des Teufels auf den Leim zu gehen, dass
die einzig wichtige Aufgabe die Leitung ist. Nach Lehr- und Leitungstätigkeiten gierende Frauen wünschen sich im Allgemeinen nicht diese herausragende Position, weil sie anderen demütig dienen wollen, sondern weil sie ihr eigenes Ego befriedig und die Ausübung der Macht und Kontrolle aus anderen Motiven und Beweggründen im Vordergrund stehen.
Erfahrene Leiter jedoch tragen eine schwere Last und Verantwortung, während die untergeordnete Position oft die friedlichere ist und mehr Freude bereitet.

Wer dies honoriert und sich biblisch drunter stellt wird erkennen:
Unterordnung ist keine Bestrafung, sondern ein Privileg!