Andachten

Die betrogene Frau (1. Tim 2,13-14)

Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; denn Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. (1. Tim 2,13-14)

Wie argumentieren wir unsere Entscheidungen? Doch sehr häufig aus der Erfahrung heraus, oder?
Eine solche Erfahrung teil auch Gott mit uns. Paulus gibt uns diese wieder und erinnert an den Sündenfall im Garten Eden.
Paulus nimmt den drastischsten aller bekannten Fälle, indem er ein Führungsversagen aufgreift und es auf die Ehe und Gemeinde überträgt.

Eva war von Natur aus nicht dazu geeignet, die letztendliche Verantwortung zu übernehmen. Als sie aus dem Schutz der Führung Adams heraustrat, wurde sie leicht verletzlich und fiel.

Der Sündenfall resultierte demzufolge nicht einfach aus dem Ungehorsam
gegen Gottes Gebot, sondern aus der Verletzung von Gottes festgelegten Geschlechterrollen.
Das bedeutet aber nicht, dass Adams Schuld weniger als die von Eva war oder dass Eva nicht so perfekt gewesen wäre. Auch wenn Adam nicht, wie Eva, von Satan betrogen wurde, entschied auch er sich, Gott ungehorsam zu sein. Als das Haupt in der ersten aller Ehen trug er somit auch die letztendliche Verantwortung. Interessanterweise nennt das Neue Testament den Sündenfall „Adams Sünde“ und nicht die der Eva! (Röm 5,12-21)

Was zeigt uns dies schlussendlich?
Gottes Weisheit ist für uns unbegreiflich! Doch er lässt sich so weit auf unser Niveau herab und ließ Eva gewähren – damit wir klug handeln aus Gehorsam Ihm gegenüber.
Die Missachtung des Rollenverteilung ist somit am Ende ein Angriff auf Gottes Weisheit höchstselbst.