Andachten

Bevorzugte bilden keine Ausnahme!

„damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende! Den muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. […] Euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und ihn gesandt, euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von seinen Bosheiten abwendet.“ (Apostelgeschichte 3,20-21.26)

Aus der letzten Andacht klingt uns noch die Aufforderung des Petrus an seine jüdischen Volksgenossen in den Ohren: So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden (V.19), die unmittelbar den Versen vorangeht, die den zweiten Teil der Predigt des Petrus bilden. Petrus hätte ja auch nach dieser Aufforderung seine Predigt beenden können, doch fährt er fort, indem er seinen Zuhörern zwei Folgen aufzeigt, die dann eintreffen werden, wenn diese Umkehr stattfindet: das Kommen von Zeiten der Erquickung und die Sendung des, für die jüdischen Zuhörer, vorausbestimmten Christus. Was für eine besondere Zusage an die versammelte Menge! Obwohl sie den Sohn Gottes getötet haben, hat Gott sie dennoch nicht verworfen und hält noch immer Zeiten der Ruhe für die Bußfertigen unter ihnen bereit.

Doch haben sich diese beiden Ereignisse, die Petrus seinen Zuhörern in Aussicht stellt, noch nicht erfüllt, woraus man schließen muss, dass diese Umkehr, zu der Petrus seine Brüder auffordert, noch nicht geschehen ist. Christus ist also noch im Himmel bei seinem Vater wohin er aufgefahren ist und wird dort so lange bleiben, bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge. Müssen wir uns nun deshalb fürchten und anfangen an der Wiederkunft unseres Herrn zu zweifeln, weil seit beinahe 2000 Jahren noch nichts davon eingetroffen ist? Ich denke, dass wir das nicht tun müssen, weil es starke Argumente gibt, die dafür sprechen, dass die Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge und somit die Wiederkunft unseres Herrn kommen werden: Gott selbst hat durch den Mund der heiligen Propheten von diesen Zeiten gesprochen, was beim Lesen der Propheten von Samuel an deutlich wird.
Was stimmt uns zuversichtlich, dass dies keine leeren Versprechungen sind? Es sind die bereits in Erfüllung gegangenen Verheißungen Gottes, die uns helfen ihm zu vertrauen. So, wie Gott dem Volk Israel einen Propheten aus dem Volk, gleich ihrem Anführer Mose, erweckte und so, wie durch diesen Nachkommen Abrahams alle Geschlechter der Erde gesegnet wurden und noch immer werden, so sicher werden auch die Tage eintreffen, von denen die Propheten im Auftrag Gottes von jeher geredet haben. Als Kinder Gottes dürfen wir diese Tage herbeisehnen und vor allem dem Moment entgegenfiebern, wenn wir von Angesicht zu Angesicht vor unserem Herrn und Erlöser Jesus stehen werden.

Gilt der Segen, der Gott dem Abraham verheißen hat, auch dem Volk Israel? Ja, denn der Messias wurde zuerst Petrus‘ Zuhörern erweckt und zu ihnen gesendet, sie zu segnen, indem Jesus Christus sie von ihren Bosheiten abwendet. So gesehen haben die Juden also einen Vorteil, doch kommen auch sie nicht darum herum, Jesus als ihren Messias anzuerkennen und Buße zu tun, wozu sie Petrus ja auch aufgefordert hat. Darin bilden auch sie keine Ausnahme!

Mögen noch mehr Juden, diese Wahrheit erkennen, dass Jesus Christus der verheißene Messias ist, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen!