Andachten

Pfingsten – Die Umkehr der Folge des Turmbaus zu Babel

[…] und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. – Apostelgeschichte 2,4

Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?  – Apostelgeschichte 2,8

Wir kennen alle die Begebenheit von Pfingsten, als der Heilige Geist auf viele Galiläer kam und diese daraufhin von den großen Taten Gottes sprachen. Hierbei ist erstaunlich, dass alle zuhörenden Menschen um sie herum die Aussagen der Galiläer in ihren eigenen Muttersprachen hörten.

Darin, dass die Juden die Menschen in Ihren eigenen Sprachen reden hörten, können wir die Umkehr des Gerichtes des Turmbaus zu Babel erkennen.

Bei diesem Turmbau vereitelte Gott den Zusammenschluss der Menschen, durch den sie ebenfalls so hoch wie Gott sein wollten, indem er verschiedene Sprachen einsetzte, sodass ein einheitliches Handeln gegen ihn nicht mehr möglich war. Aufgrund der Sprachbarriere konnten sie nicht mehr miteinander kommunizieren und somit ihr Vorhaben nicht mehr weiterführen. Gott übte Gericht über die Menschen, indem er die böse Einheit der Menschen zerstörte und die Menschen untereinander trennte. Er trieb sie im wahrsten Sinne auseinander, da sie gegen ihn rebelliert hatten. Die Menschen, die die gleiche Sprache sprachen, bildeten jeweils ein eigenes Volk.

An Pfingsten wird jedoch genau das Gegenteil sichtbar. Gott führt temporär alle Sprachen wieder zusammen. Dadurch wird deutlich, dass Gottes Reden allen Nationen gilt und nicht mehr primär dem Volk Israel. 

Weiter sehen wir, dass Gott an Pfingsten – anders, als zur Zeit des Turmbaus zu Babel – , die Menschen wieder, durch den Heiligen Geist, zu einer Nation zusammenführen will. Alle Nationen sollen von Gottes großen Taten hören. Wir lesen in den Versen 9-12 von 12 Nationen, die alle die Galiläer über die Taten Gottes in ihren eigenen Sprachen reden hörten. Keiner der zuhörenden Personen war davon ausgeschlossen.

Ich denke, wir können an dieser Stelle Gott nochmals neu dafür danken, dass er durch den Heiligen Geist alle Nationen wieder zusammenführen will. Ohne das Wirken des Heiligen Geistes und die damit verbundene Einheit wäre die rettende Evangeliumsbotschaft vermutlich nie zu uns gekommen.

Ihm die Ehre dafür.