Andachten, Gastbeitrag

Gastbeitrag: Der erkennbare Gott

Heutzutage meinen Viele, es gäbe entweder keinen Gott oder man könnte es nicht wissen, weil er sich nicht offenbart hätte. Darunter zählen vor allem Atheisten und Agnostiker. Sie meinen, Gott könnte man an nichts Sichtbarem erkennen. Er existiere nicht oder habe sich versteckt.
Paulus hatte da eine andere Meinung. Er schreibt in Röm 1,19 (NGÜ): „Dabei ist doch das, was man von Gott erkennen kann, für sie deutlich sichtbar; er selbst hat es ihnen vor Augen gestellt.“ Paulus macht nicht nur klar, dass Gott existiert. Er legt noch einen drauf. Nämlich, dass Gott sich den Menschen erkennbar gemacht hat und dass dies deutlich sichtbar ist.
Nun wirst du fragen: „Woran kann Gott erkannt werden?“. Die Antwort ist, dass man Gott an der Schöpfung erkennen kann. Klar, denn wo eine Schöpfung ist, da muss auch ein Schöpfer sein. Paulus erklärt das im nächsten Vers. Röm 1,20 (Schlachter 2000): „Sein unsichtbares Wesen […] wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen…“. Lasst uns jetzt gemeinsam nachdenken, damit wir ihn an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen.

Es ist undenkbar, dass aus nichts durch einen Urknall oder auf anderen Wegen das Universum entstanden sein kann. Normalerweise weiß jeder, dass von nichts auch nichts kommt. Trotzdem möchte ich das noch an zwei Punkten verdeutlichen:
Jeder würde mir zustimmen, dass ein Böller explodieren könnte. Bei einem Buch würden das schon kaum jemand denken, obwohl jemand evtl. ein bisschen Sprengstoff im Buch versteckt haben könnte.
Man braucht allerdings sicher keine Angst zu haben, wenn nichts da ist, nicht einmal das Buch, nicht einmal Luft. Denn es ist ja nichts da, das unverhofft explodieren könnte.
Obwohl das schon offensichtlich ist, möchte ich noch einen Punkt nennen. Alles braucht einen Grund um seinen Zustand zu ändern. Das Licht geht nur an, wenn jemand den Schalter betätigt oder der Bewegungsmelder eine Bewegung detektiert oder weil ein Zeitschalter auf diesen Zeitpunkt eingestellt wurde. Auch eine Lawine beginnt sich nur zu bilden, wenn ein kritischer Punkt überschritten wird. Oder ein Böller muss auch angezündet werden, bevor er explodiert. Vielleicht reicht auch ein Funke aus. Auf jeden Fall muss ein Grund bestehen, der bewirkt, dass er explodiert.
Also selbst wenn Nichts explodieren könnte, müsste es doch einen Zündgrund geben. Wenn aber beim hypothetischen Urknall nichts da war, was explodieren konnte, müsste es zumindest eine Ursache für den Urknall gegeben haben.
Wo Nichts da ist, ist auch kein Zündgrund da, sonst würde etwas da sein. Aus der Schöpfung auf einen Schöpfer zu schließen, ist viel vernünftiger, als zu behaupten aus dem Nichts sei alles entstanden.

Das Zitat aus Röm 1,20 geht noch weiter: „Sein unsichtbares Wesen […] wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, ’sodass sie keine Entschuldung haben.‘ “ Das bedeutet, dass die Beweislast der Existenz Gottes so stark ist, dass niemand sich entschuldigen kann. Viele Wissenschaftler sagen: „Wir wissen noch nicht was vor dem Urknall war.“. Paulus sagt: „Obwohl sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.“
Warum gibt es Naturwissenschaftler, die über die Natur nachdenken und darauf kommen es gäbe keinen Gott? Weil sie es nicht wahr haben wollen. In Vers 18 drückt Paulus es so aus, dass sie die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken.
Gott hat sich nicht unbezeugt gelassen. Er hat sich offenbart. Wir können mit guter Grundlage behaupten, dass er existiert.

Diesen Beitrag hat Rainer Krauss für uns geschrieben. Rainer hat am Seminar für biblische Theologie den Jahreskurs absolviert und studiert momentan Mechatronik.

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