Andachten

Schon jetzt/noch nicht

Wenn ich jedoch durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gelangt. (Matthäus 12,28)

Ohne Zweifel war das Reich Gottes ein Kernthema der Verkündigung Jesu. Er fing seinen Dienst mit den Worten an: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Mt 4,17). Jesus war Herold und König zugleich. Wie wir im obigen Vers sehen, trat mit dem Dienst Jesu hier auf der Erde dieses Königreich in Kraft. Es ist zu den Menschen gelangt. Doch was ist so bedeutend daran, dass dieses Reich schon mitten unter uns ist?

In der Theologie spricht man von dem schon jetzt/noch nicht. Das Reich ist also schon da und gleichzeitig steht seine Vollendung noch aus. Diese Tatsache ist ermutigend und gibt uns Hoffnung. Denn meine Schwierigkeiten, die ich gestern erlebt habe und heute erleben werde, stehen diesem Reich bereits schon unter. Schon jetzt herrscht unser König Jesus auch über meine Schwierigkeiten, über meine Traurigkeiten und Leiden. Er hat alles in der Hand. Und gleichzeitig tröstet er mich mit einer Hoffnung, die über dieses Leben hinausgeht. Es ist die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Es ist die Hoffnung auf die Vollendung seines Reiches, in der er nicht nur über Leid und Übel herrscht, sondern diese auch vollkommen beseitigt.

Wenn Jesus uns also zu verstehen gibt, dass sein Reich schon da ist und einst in vollendeter Form da sein wird, dann richtet er uns neu aus. Er richtet uns auf sein Reich aus, das uns schon heute Mut und Freude schenkt.