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Gebet: Der Wunsch nach Gebet

Vater, manchmal fällt es mir schwer zu beten. Eigentlich nicht nur manchmal, sondern ziemlich oft. Ich habe dann keine Lust und beschäftige mich lieber mit allen möglichen anderen Dingen, statt mit dir zu reden. Du schenkst mir ein riesiges Vorrecht, wenn du mir sagst, dass ich einfach so im Gespräch mit dir, dem heiligen Gott sein darf. Und theoretisch ist das auch in meinem Kopf verankert. Aber praktisch sieht es oft so anders aus. Im Alltag schätze ich meinen längeren Schlaf, meine „wichtigen Aufgaben“, mein beschäftigtes Treiben mehr als die Stille mit dir. Zeugt das nicht davon, dass ich noch nicht richtig begriffen habe, wie schön das Gebet eigentlich ist?

Vater, bitte vergib mir mein falsches Verständnis. Ich habe Schuld auf mich beladen, weil ich dich nicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft geliebt habe. Bitte nimm meine Sünden weg, durch die ich mich von dir entfernt habe. Korrigiere meinen Blick und lass mich Freude empfinden am Gespräch mit dir. Lass dich von deinem Kind finden und gib mir Tag um Tag ein tieferes Verlangen nach deiner Gegenwart. Schenk mir ein richtiges Bild von dir, vom Gebet, von der Beziehung zu dir. Du lenkst Herzen wie Wasserbäche, darum nimm mein Herz und lenk es zu dir. Beuge mich, damit ich nichts mehr will, als in der Gegenwart des Höchsten zu sein. Benutze das, was du willst, um mich meiner Abhängigkeit von dir bewusster werden zu lassen.

Alleine werde ich mich nur um mich drehen, das ist offensichtlich. Richte meinen Blick aus zu dir, lass mir das Flehen und Beten vor dir zur schönsten Quelle der Freude werden, die nur du geben kannst. Werde mir so groß und schön, dass ich nicht anders kann als mit dir zu reden. Nimm mir meine Selbstzentriertheit und ersetze sie durch völlige Erfüllung in dir. Ich brauche dich, Vater. Mach mir das Gebet groß. Bitte!

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