Andachten, Gastbeitrag

Gastbeitrag: Psalm 130 | 2/4

Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.“ (Psalm 130,3-4)

Im Teil 1 dieser Andachtserie habe wir gelernt, dass es wichtig ist, in welcher Haltung wir zu Gott kommen. Wir sollen uns klar machen, in welcher Tiefe wir stecken und wie wir aus eigener Kraft nichts schaffen können. Alles was wir sind und haben kommt von Gott. In dieser Ehrfurcht sollen wir zu Gott kommen und ihm bekennen, dass wenn er uns nicht hilft wir verloren sind. Dies sollte der erste Schritt sein, wenn wir in unserer Stillen Zeit zu Gott kommen. Nun im zweiten Teil dieser Serie möchten wir einen Schritt weiter gehen.

Mit genau dieser Haltung aus den ersten beiden Versen geht der Psalmist nun weiter. Uns ist bewusst, dass Gott uns bereits Gnade geschenkt hat, dass wir überhaupt erkennen wer Gott ist und wie verloren wir sind. Nun müssen wir uns auch bewusst sein, dass wir umso mehr von seiner Gnade abhängig sind im Bezug auf unsere Sünden. Der Psalmist weiß, wenn Gott Gerechtigkeit walten lässt und ihm die Sünden anrechnet, ist er verloren. Jesaja macht bei seiner Berufung eine ähnliche Aussage (Jes 6,5), nachdem er ein Bild von Gottes Herrlichkeit sieht, ruft er aus: «Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den Herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen». Nach diesem Ausruf wird Jesaja gereinigt, was in der Vision symbolisch mit einer glühenden Kohle vom Altar gemacht wird. Denke über diese Symbolik nach, du wirst staunen, welche Parallelen zum Neuen Testament gemacht werden können.

Beide, der Psalmist und Jesaja, wissen, dass allein bei Gott die Vergebung ist. Im Neuen Testament wissen wir nun auch, wie Gott auf der einen Seite absolut gerecht sein kann und auf der anderen Seite gnädig ist: durch das Opfer Jesu Christi. Er trägt die Strafe stellvertretend für diejenigen, die glauben.

Ist dies nicht wunderbar? Wir dürfen zu Gott kommen und ihm unsere Sünden bekennen. Durch das Opfer Jesu Christi vergibt er uns gern. Nun spricht der Psalmist davon, dass wir IHN fürchten sollen. Was hat das zu bedeuten? Wir sollen uns bewusst sein, dass es keinen anderen Weg gibt, Vergebung zu erlangen, außer durch Jesus Christus. Jesus hat mit seinem Leben dafür bezahlt. Danke Gott dafür an jedem Tag und sei bereit, dich von IHM verändern zu lassen, zu seiner Ehre.

Diese Andacht hat André Freiburghaus geschrieben. André ist verlobt, er hat 3 Jahre Theologie studiert und bereitet sich für einen Langzeitmissionseinsatz in Papua-Neuguinea vor.

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