Andachten

Einwände gegen die Lehren der Gnade (3)

Heute möchten wir einen weiteren Einwand gegen die Lehren der Gnade betrachten:

Die Lehren der Gnade können nicht richtig sein, weil wenn Gott nur einige erwählt hat, dann kann er aber nicht gleichzeitig wollen, dass alle Menschen gerettet werden, wie wir es in 1. Timotheus 2,4 eindeutig lesen.”

Das ist ein guter und berechtigter Einwand. Jedoch glaube ich, dass hier zwingend zwischen Gottes Vorsatz und Gottes Wunsch differenziert werden muss. 

Nehmen wir den Tod Jesu am Kreuz auf Golgatha, um dies zu verdeutlichen.

Ich denke niemand würde dem widersprechen, dass Gott NICHT will, dass sein Sohn bestialisch von Menschen gekreuzigt und sogar von ihm selber zerschlagen wird. Sein eingeborener Sohn, den, den er so sehr liebt, wie kein irdischer Vater sein irdisches Kind es hier auf Erden nur lieben könnte.

Zudem glaube ich auch, dass jeder mit einstimmen würde, wenn es einen anderen Weg gegeben hätte, die verlorenen Menschheit zu retten, als Jesus Christus zu opfern, dass Gott der Vater der Erste gewesen wäre, der diesen anderen Weg gewählt hätte, damit sein Sohn nicht sterben muss.

Auf der anderen Seite sehen wir aber, dass obwohl Gott niemals gefallen daran hat, sein Sohn zu bestrafen, es dennoch sein “Vorsatz” war, ihn sterben zu lassen.

Ja, wahrhaftig, gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, 28 um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte. (Apstg 4,27.28)

An dem Tod Jesus Christi können wir deutlich sehen, dass Gott sich den Tod nicht gewollt hatte, aber dennoch etwas ganz anderes verordnet hatte. Hieran sehen wir, dass Gott sein Verlangen hinten anstellt, weil er eine höhere Absicht verfolgt.

Kommen wir wieder zu dem oben genannten Einwand zurück. Wir können hier klar sagen, dass Gott tatsächlich den Wunsch hat, dass alle Menschen gerettet werden. Denn er hat kein Wohlgefallen am Tod des Gottlosen. Aber auf der anderen Seiten kommt Gottes Vorsatz sehr klar heraus, dass nicht alle Menschen erwählt sind und somit nicht alle Menschen gerettet werden. 

Die Frage, warum Gott seinen Wunsch hinten anstellt, dass alle Menschen gerettet werden, wissen wir nicht. Was wir aber definitiv wissen ist, dass Gott auch hier eine höhere Absicht verfolgt:

Alles hat der HERR zu seinem bestimmten Zweck gemacht, sogar den Gottlosen für den Tag des Unheils. (Sprüche 16,4)