Andachten

Hoffnungsstrahlen zwischen dunklen Wolken (1/10)

Als letztes Buch der Bibel zeigt uns die Offenbarung des Johannes, wie Gott seinen Heilsplan für die Menschheit und die Welt in Erfüllung bringt. Nicht selten greift es dabei auf das erste Buch der Bibel (1. Mose) zurück. In dieser Andachtsreihe wollen wir uns diese Rückbezüge vor Augen halten, über Gottes Plan staunen und uns auf das vollkommene Leben mit Gott, das wir kommen sehen, freuen.

Die Bibel beginnt mit den Worten Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde (1. Mose 1,1). Gott bewertete diese Erde nachdem er sie geschaffen hatte mit „sehr gut“. Es war kein Fehler, kein Mangel zu finden. Doch lesen wir nur zwei Kapitel weiter, so sehen wir, dass der Mensch im Gegensatz zu Gott eine glatte sechs schreibt. Er ist seinem guten Schöpfer ungehorsam. Gott hat den Menschen mit einem wunderschönen Garten beschenkt, er hat ihm verantwortungsvolle Aufgaben gegeben und ihm Würde gegeben. Er gab ihm ein wundervolles Gegenüber, Eva, und segnete den Menschen über alle Maßen. Doch der Mensch musste nur eine Sünde tun und er hätte das alles wieder verloren. Und er tut eine Sünde. Und er wird auch bestraft. Doch selbst in dieser Strafe ist Gott ihm gnädig. Er verflucht ihn zwar, doch tötet er ihn nicht, wie er es eigentlich (zu Recht) androhte. Und dieses Muster finden wir ab diesem Zeitpunkt immer wieder in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Er erwählt sich das Volk Israel. Sein Volk kehrt sich aber immer wieder von ihm weg. Und er bestraft es dafür immer wieder. Doch die Strafe war gleichzeitig ein Mittel, durch das er sein Volk wieder zu sich führte. Auch in unserem Leben finden wir dieses Muster immer wieder. Immer wieder sündigen wir und kehren Gott sinnbildlich den Rücken zu. Doch Gott schenkt uns immer wieder eine Neuausrichtung und lässt uns nicht fallen.

Es wird aber eine Zeit kommen, wo sich dieses Muster nicht mehr wiederholen wird. Es wird einen Neuanfang geben. Offenbarung 21,1 beschreibt diese Zeit folgendermaßen: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Was wird das für ein Neuanfang sein? Sagt sich Gott „Hoffentlich klappt es diesmal besser als beim letzten Mal?“ Nein! Lesen wir Offenbarung 21-22, so lesen wir von keiner einzigen Sünde mehr. Stattdessen lebt Gott unter seinem Volk und hat sehr gute Gemeinschaft mit ihm.

Diese Worte waren für die Christen, an die der Brief geschrieben wurde, eine große Ermutigung. Sie erlitten teils heftige Verfolgung. Sie waren von dem einstigen Sündenfall übel betroffen, da Menschen mit bösen Herzen ihren Tod suchten. Doch ihre Hoffnung lag in dem, was da noch kommen sollte. Sie sahen dunkle Wolken, doch die Worte aus Offenbarung 21-22 waren bereits zu ihrer Zeit Hoffnungsstrahlen, welche diese dunklen Wolken durchbrachen. Auch heute noch können wir von diesen Hoffnungsstrahlen Ermutigung erfahren. Wir haben ebenfalls Grund uns auf den neuen Himmel und die neue Erde zu freuen. Dort wird es keine Sünde mehr geben, die uns jetzt noch in Verzweiflung bringt. Es wird keinen Tod mehr geben, der uns jetzt noch von Geliebten trennt. Es gibt keine Einsamkeit mehr, die wir jetzt noch erleben müssen. Denn Gott wird unter seinem Volk wohnen und es sich in perfekter Weise um es kümmern.