Andachten

Lektionen aus dem Frauenbuch: #3

Rut ist eine Moabiterin (z.B. Ruth 1,6 oder 1,22)… eine Moabiterin! Ja, sie gehört zu dem Volk, das Israel in eine schlimme Sünde gegen ihren heiligen Gott geführt hat (nachzulesen in 4. Mos 25). Sollte sie nicht heftiges Gericht verdienen? Ich meine Israel ist Gottes heiliges Volk; sein Augapfel! Wer sich an ihm vergeht, verdient Strafe. Und ja Gott hat Moab gerichtet (z.B. Amos oder Hesekiel). Und doch zeigt sich anhand von Rut eine wunderbare Lektion über Gott:

#Gottes Heil ist universal. Es gilt dem Israeliten wie dem Griechen (Röm 1,16) und eben dem Moabiter. Dem Schlauen wie dem Dummen. Dem Taxifahrer wie dem Professor. Es sind diejenigen willkommen, die jede Mama als Schwiegersohn haben will aber auch solche, über die man nichts Gutes zu sagen weiß. Sündern gilt das Heil; Raufbolden; Räubern; Ausgegrenzten; Menschen aller Haarfarbe etc. Es gilt dir und mir.

Dadurch dass Rut, eine Moabiterin, hier so einen zentralen Stellenwert in Gottes Geschichte einnimmt und letztlich sogar eine Vorfahrin von König David und sogar Jesus ist, wird vorgeschattet, wie Jesus einmal alle Schranken beseitigen und jeden Menschen liebevoll annehmen und seinem Reich hinzufügen wird. Wir Heiden sind auch dabei! Sind nicht länger Nummer zwei. Gott hat uns, die wir so unglaublich fern von Ihm waren, ganz nahe zu sich gebracht. Das ist viel Dankes wert.